Honig

Honig den Sie bei mir erwerben, habe ich meinen Bienen entnommen und Naturbelassen abgefüllt. Meine Honige stammen aus vielfältigen Trachten (so nennen die Imker das Nektarangebot der Natur). Oberste Maxime bei der Gewinnung meiner Honige ist es, die geschmackliche Vielfalt, die die Natur uns bietet voll zu erhalten. Dies gelingt mir, über eine kleinchargige Ernte und Aufbereitung. Im Einzelnen sieht es so aus, dass von den Völkern mehrmals im Jahr eine kleine Menge Honig geerntet wird. Diese Ernten werden getrennt, also jede für sich, geschleudert, gesiebt, gerührt und ohne Hitzeeinwirkung in die Verkaufsgläser gefüllt. Dadurch bin ich in der Lage auch aus meiner relativ kleinen Imkerei, diverse Sortenhonige wie Löwenzahn, Rapshonig und Waldhonig sowie Tannen und Edelkastanie anzubieten.

Honig wurde zu allen Zeiten als Gesundheitsförderndes Nahrungsmittel geschätzt. Schon bei den Ägyptern und den Griechen war Honig sehr begehrt. Sogar die Urzeitmenschen wussten ihn zu nutzen, wie alte Höhlenzeichnungen uns verraten (ca. vor 16000 Jahren).

Auch in Mitteleuropa kannten die Germanen die Nutzung der Bienen und der Honig galt ihnen als ein hohes Gut, denn er war nicht nur ihr einziges Mittel zum süßen, sondern er war auch der Grundstoff zur Herstellung ihres geliebten Met.

Was enthält Honig?

Im Gegensatz zu normalen Haushaltszucker, der Rüben oder Rohrzucker und sonst nichts enthält, finden wir im Honig in der Hauptsache Fruchtzucker und Traubenzucker. Daneben kommen noch verschiedene Doppel und Mehrfachzucker, wie Maltose, Isomaltose, Erlose, Kestose und Melezitose vor.

Auch sind im Honig Mineralstoffe, die der Mensch täglich in größeren Mengen braucht enthalten. Es sind Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphorsäure usw. Es ergeben sich aber zwischen Wald und Blütenhonig Unterschiede… So hat Waldhonig weniger Natrium und Kalium, aber mehr Kalzium als Blütenhonig.

Ferner enthält Honig noch verschiedene Enzyme, Inhibiene (Bakterien hemmende Stoffe), Säuren, Aromastoffe, Aminosäuren, Spurenelemente, Hormone und Vitamine z.B. Vitamin C, Thiamin Vitamin B1, Pyrodixion B6.

Aber auch Wasser kommt im Honig vor, der Wassergehalt sollte aber unter 18% liegen, sonst kann es passieren dass der Honig anfängt zu gären.

Vitamine …

… sind die kleinen Helfer mit der großen Wirkung: Vitamin B1 verbessert die Zuckerverwertung; das bekannte Vitamin C hilft, die Eisenausnutzung zu optimieren.

Mineralstoffe …

… wie zum Beispiel Kalium und Magnesium steuern die Muskel- und Nervenfunktionen. Für den Stoffwechsel sind sie unentbehrlich.

Zuckerverbindungen …

… finden sich in Honig mannigfach. Vor allem der Traubenzucker ist wertvoll, weil er verbrauchte Energiereserven sofort wieder auffüllt.

Enzyme …

… wandeln den Zucker im Honig um und produzieren antibakterielle Stoffe. An dem alten Hausmittel „heiße Milch mit Honig” ist also durchaus etwas dran.

Aminosäuren …

… sind unverzichtbar für ein reibungsloses Stoffwechselsystem.

Säuren und Pollen …

… wirken appetitanregend und Verdauungsfördernd – da fühlt sich der Mensch gleich wohler.

Aromastoffe …

… stimulieren das Immunsystem. Die ätherischen Öle wirken angenehm auf die Atemwege.

Wie lagert man Honig?

Honig sollte man, wenn er längere Zeit gelagert werden soll, gut verschlossen sein und in einem dunklen, trockenen und kühlen Raum (ca.15°) aufbewahrt werden.

Bei Honig der gleich verzehrt wird, ist es ratsam, diesen im Speiseschrank und nicht im Kühlschrank zu verwahren. Gläser sind besonders gut geeignet da sie hygienisch und wieder verwendbar sind. Der Deckel muss luftdicht sein. Honig sollte immer luftdicht verschlossen sein.

Warum sollte Honig auf keinen Fall offen gelagert werden?

Es entweichen ätherische Öle, die so genannten Duft- und Aromastoffe, von denen bis zu 50 verschiedenartige (kommt auf die Honigsorte an) im Honig enthalten sind. Ihnen werden ähnliche Wirkungen wie den Vitaminen zugeschrieben. Der Honig zieht Wasser und kann dadurch sauer (gärig) werden. In einem Raum mit einer Temperatur von 20°C und einer Luftfeuchtigkeit von 60% und höher nimmt offener Honig bereits Wasser auf. Der Honig nimmt Fremdgerüche an.

Wie man kristallisierten Honig schonend wieder verflüssigt

Wenn Honig fest ist und kandiert, ist das keineswegs ein Hinweis auf Zuckerzusatz (Verfälschung), sondern geradezu ein Echtheitsbeweis. Wollen Sie ihn flüssig haben, stellen Sie das verschlossene Glas auf z.B. 3-4 Schraubenmuttern in ein Wasserbad und erwärmen Sie den Honig leicht. Die Schraubenmuttern dienen dazu das Glas vom Topfboden zu heben, dadurch hält man die größte Hitze vom Glas fern und das Wasser kann auch unter dem Glas zirkulieren. Achten Sie dabei aber unbedingt darauf, dass der Honig nicht über 40°C erhitzt wird! Verwenden Sie hierzu z.B. ein Thermometer, dass auch für Babybädern verwendet wird. Da dieser Vorgang oft mehrere Stunden dauert ist hier schon einiges an Erfindergeist gefragt. Sie können z.B. auch die Restwärme im Backofen nutzen oder den Topf auf einen Heizkörper wie einen Kachelofen stellen. Der Honig sollte auch gelegentlich umgerührt werden.

Blütenhonig wie Löwenzahn oder auch Raps kristallisieren sehr schnell. Daher wird dieser Honig in dieser Phase von mir mehrmals täglich gerührt, um ein völliges fest werden  zu verhindern. Dies geschieht so lange bis der Honig eine cremige Konsistenz erreicht hat. Dadurch bleibt der Honig immer streichfähig.

Für was kann man Honig verwenden?

Naturbelassener Honig sollte auch so verwendet werden. Er eignet sich besonders gut für Brotaufstriche, Müsli, Obst und andere Salate, für Getränke und täglich einen Löffel Honig essen, ist gegen viele Erkrankungen gut.

Auch zum Backen und Kochen ist Honig eine Köstlichkeit. Sie werden in vielen Kochbüchern Rezepte finden.

Allgemeine Informationen:

  • Honig ist ein rasch wirkender, nicht belastender Energiespender. Die schnelle Resorption von Enzymen und Cholinen kann für den geschwächten Organismus äußerst hilfreich sein.
  • Honig wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Er kann daher auch auf offene Wunden aufgetragen werden.
  • Honig aktiviert die Funktion der Leber. Er unterstützt dabei die entgiftenden Funktionen und wirkt der Verfettung entgegen.
  • Honig fördert die Darmperistaltik und die Magensekretion.
  • Honig hilft bei Halsschmerzen und wirkt entspannend auf das Nervensystem, insbesondere in Verbindung mit anderen Nahrungsmitteln (z.B. Milch)
  • Honig aktiviert das Immunsystem des menschlichen Organismus.
  • Viele Wirkstoffe bleiben auch dann erhalten, wenn Honig zum Backen und Kochen verwendet wird.
  • Verzehr von Honig wirkt sich günstig auf Herzschlag und Durchblutung aus. Sein Anteil an Acetylcholin unterstützt auch die Behandlung von Bluthochdruck und Infarkten.

Hier kann Honig helfen:

  • Schwächezustände infolge Unterzuckerung
  • Infektionen der oberen und unteren Atemwege
  • Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane
  • Herzrhythmusstörungen und Durchblutungsstörungen
  • Bluthochdruck, Herzflimmern
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • Gallen- und Lebererkrankungen
  • Vergiftungen
  • Schlaflosigkeit
  • Fiebrige Infekte
  • Krampfadern
  • Wundheilung (Entzündungen, Verbrennungen, Eiterungen, Abszesse, Furunkeln)
  • Appetitlosigkeit

Sehr viele Erfahrungsberichte über den Einsatz von Honig als Heilmittel finden Sie in

  • „Heilen mit Bienenprodukten” von Dr. med. Stefan Stangaciu
  • „Heilwerte aus dem Bienenvolk“ von Edmund Herold Ehrenwirth (Verlag München)
  • “Heilen mit Honig“ von Andrea Nagel (Seehamer Verlag)

Was bedeutet eigentlich Kalt geschleudert?

Den meisten Imkern stellt es die Nackenhaare auf wenn ein Kunde die Frage stellt: “Ist Ihr Honig kalt geschleudert?”

Was heißt nun kaltgeschleudert!

Kaltgeschleudert ist eine Abgrenzung gegenüber dem früher üblicherweise gepressten Honig. Honig wurde ausgepresst, als noch in Bienenkörben geimkert wurde. Da gab es wie beim Öl eine erste kalte Pressung, bei der der Speisehonig gewonnen wurde. Bei einer weiteren Pressung wurde mit Hilfe heißen Wassers Bienenwachs gewonnen. Hierbei fiel auch ein Rest Honig mit Hitzeschädigung und zu hohem Wassergehalt an. Dieser wurde bereits in früherer Zeit als qualitativ minderwertiger Backhonig abgegrenzt und dem hochwertigen Speisehonig gegenüber gestellt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde aber ein Übergang in der Bienenhaltung, von der Korbimkerei zur Kastenimkerei vollzogen. Heute befinden sich Rähmchen in Bienenkästen, so dass die Honigwaben schonend entnommen und geschleudert werden können. Folglich suchte man einen Begriff, der verdeutlichte, dass geschleuderter Honig keinesfalls eine Wärmeschädigung erlitten habe. Bei Wärmeeinwirkung wäre nämlich die Wachswabe, die man ja in der Kastenimkerei gerade dem Bienenvolk erhalten wollte, zerstört worden. Folglich wurde der Begriff kaltgeschleudert propagiert. Geschleudert wird heutzutage jedoch weltweit in jeder moderneren Bienenhaltung. Außerhalb der Europäischen Union zwar nicht, in wie bei uns gesetzlich vorgeschriebenen Edelstahlschleudern aber gepresst wird allgemein nicht mehr. Die Industrie, die weltweit aufkauft und abfüllt, lenkt deshalb nur allzu gern von Ihrer nur im heißen Zustand möglichen Weiterverarbeitung der Barrels aus Übersee (so wird Honig genau wie Erdöl im Großen gehandelt) ab. Weiterverarbeitet wird in Form von Filtrierung und schneller maschineller Abfüllung des erhitzten Honigs. Von dieser Denaturierung bei der Aufarbeitung soll mit dem Begriff kaltgeschleudert abgelenkt werden. Dies ist genau der Punkt. Bienen erzeugen weltweit viele verschiedene, aber durchweg hochwertige Honige. Entscheidend für die Qualität und den Preis, ist schließlich die anschließende sorgsame Behandlung des Honigs durch den Imker, Abfüller und Verkäufer, um Honig so natürlich und Naturbelassen wie nur irgendwie möglich dem Verbraucher zukommen zu lassen. Hier sollte meiner Meinung nach keine begriffliche Vernebelung einsetzen, deshalb diese langen Ausführungen. Als Imker setze ich mich, durch sofortiges cremig Rühren des Honigs nach der Ernte und unmittelbares abfüllen, von industriellen Honiganbietern ab. Erhitzung lässt sich mit meinem Qualitätsstreben als Imker nicht vereinbaren.

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