Das geilste Dorf der Welt

Ich wohne in Bad Rippoldsau-Schapbach, das liegt im nördlichen Schwarzwald zwischen Wolfach und Freudenstadt in einer Höhe von 400 – 900 Metern am Südabhang des Kniebis und hat ca. 2200 Einwohner. Schapbach, mein Wohnort liegt im wildromantischen Wolftal, der schönsten Verbindung vom Kinzigtal zur Schwarzwaldhochstraße. Urwüchsige, unberührte Landschaften mit zahlreichen Naturdenkmälern wie Glaswaldsee, Kastelstein, Burgbachwasserfall sind lohnende Ziele für Naturliebhaber. Zu den Schönheiten der Landschaft gesellen sich naturfrisches Heilklima, gesundes Mineralwasser, ein Mineral-Thermalbad mit Innen- und Außenbecken sowie die traditionsreiche badisch-schwäbische Küche in urgemütlichen Gasthöfen.

Durch die Ortschaft fliest die Wolf, die im Sommer recht harmlos aussieht, aber auch ihrem Namen Wolf alle Ehre machen kann, wenn sie nach heftigen Regenfällen zum reisenden Wildbach wird. So kam es am 3.August 1951 zur größten Katastrophe die Schapbach je erlebt hat. Nach einem heftigen Gewitter riss die sehr stark angeschwollene Wolf alles mit sich derer sie habhaft werden konnte. Entwurzelte Bäume, Langholz das am Bach gelagert war, Geröll, Hausratsgegenstände, selbst tote Rinder und Schweine trieben in diesem reisenden Wasser. Schließlich war das Wasser so hoch das einige Stämme über das Geländer der Dorfbrücke gefahren sind und sich quer stellen. Die Katastrophe war perfekt, in Minutenschnelle steigt das Wasser Meter um Meter, fast die ganze Ortsmitte steht metertief unter Wasser. Auch 1990 als der Sturm „Wiebke“ wütete, stieg die Wolf über die Ufer.

Umgeben ist der Ort von großen Fichten und Tannenwäldern, die 93% der Fläche bedecken. Es ist daher nicht verwunderlich das die Forstwirtschaft in Schapbach schon immer eine große Rolle spielte. Früher lebten vom Wald die Bauern, Holzhauer, Köhler, Harzer, Sägewerke, Fuhrunternehmer und Flößer die die Schapbacher Baumriesen bis nach Holland steuerten, die dort als Masten für Segelschiffe gebraucht wurden. Diese Stämme wurden deshalb auch Holländer genannt. 1888 ging das letzte Floß die Wolf hinab und damit starb die Flößerei im Wolftal aus. Heute leben von der Forstwirtschaft nur noch wenige, dennoch ist sie immer noch prägend für unseren Ort.

In früheren Zeiten war auch der Bergbau in Schapbach zu Hause. Es wurde in zeitweise bis zu  13 Gruben zunächst nach Erzen wie Silber, Kupfer, Zink und Bleierzen geschürft. Später dann nur noch in einigen Gruben nach Schwerspat und Flussspat. Die Gruben hatten Namen wie „Herrensegen, Maria Trost, und auf dem Kupferberg Gabe Gottes“. Die letzte Bergbauaktivität geht auf die Wildschapbach Erzbau GmbH zurück, die die Grube Friedrich-Christian von 1946 bis 1955 betrieb. Nachdem 1953 die Bleierzgewinnung eingestellt und nur noch Flussspat gewonnen wurde, erfolgte 1955 die Schließung der Grube und damit auch der Bergbau in Schapbach. Die Bergbautradition ist allerdings bis heute erhalten geblieben, denn ein großer Teil der Bergleute die in der Grube Clara auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Oberwolfach arbeiten, stammen aus der Gemeinde Schapbach.

Seit November 2010 ist in Schapbach der Alternative Wolf und Bärenpark eröffnet. Die erste Bewohnerin war die 14- jährige Bärendame Jurka, die Mutter des “Problembären Bruno”, der 2006 in Bayern erschossen wurde. Inzwischen leben 9 Bären im Park. Somit kehrt der Bär nach rund 500 Jahren nach Schapbach zurück. Das alten Schapbacher Wappentier. Auch der Wolf ist wieder im Wolftal heimisch. 2013 zogen 3 Wölfe in das Gehege ein und sind somit nach rund 200Jahren wieder heimisch.

Hier geht’s zum Bärenpark

Der Ort bietet beste Möglichkeiten um hier einen erholsamen Urlaub zu verbringen. Die zahlreichen Hotels, Gasthäuser und private Zimmervermieter sind  bestens ausgestattet. Campingplatz und Freibad sind auch vorhanden. Die riesigen Wälder rund um Schapbach sind bestens geeignet zum Wandern und wer es sportlich mag, hat hier ausreichend Möglichkeiten mit dem Mountainbike die Gegend zu erkunden. Gerne können Sie auch mit den AH-Biker mitfahren, die im Sommer durch jeden Dienstag um 18:30 eine Tour starten. Treffpunkt ist immer vor dem Gasthof „Sonne“ Anmeldung ist nicht nötig.

Infos zu den AH-Biker finden sie auch unter www.sv-schapbach.de

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Kontakt

Erich Kaluza
Salzbrunnenstraße 15
77776 Bad Rippoldsau-Schapbach
Telefon: +49 (0)7839/781
E-Mail: bienen-erich@sofortstart.de